Allgäu
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Antje Urban

Schloss Neuschwanstein – ein märchenhafter Ort im Allgäu

Es zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Deutschlands und zu unserer unmittelbaren Nachbarschaft. Von unserem Boutique-Hotel Blaue Burg aus blicken wir täglich mindestens einmal verliebt hinüber. Das eindrucksvolle Schloss ist Teil unseres wunderschönen Hotel-Panoramas. Wir erzählen in diesem Blog die Geschichte des Baus, Hintergründe zu König Ludwig II. und geben Tipps zum Besuch. Lasst euch verzaubern vom Schloss Neuschwanstein.

Das Schloss Neuschwanstein & seine Geschichte

Wo liegt Schloss Neuschwanstein?

Circa 4 Kilometer von Füssen im Allgäu entfernt liegt das Schloss auf einer Berghöhe nahe der Pöllatschlucht. Der nächste Ort ist Hohenschwangau. Dort ist auch die letzte Parkmöglichkeit und von dort kommt man hoch zum Schloss. Vom Boutique-Hotel Blaue Burg in Pfronten ist Schloss Neuschwanstein in rund 25 Minuten mit dem Auto zu erreichen.

Warum ist Schloss Neuschwanstein so berühmt?

Das Schloss, das erhaben auf einem felsigen Bergrücken in den Bayerischen Voralpen thront, ist ein Besuchermagnet. Wegen seiner aufwendigen Architektur und Inneneinrichtung sowie aufgrund des Mythos seines Erbauers König Ludwig II. Es ist das berühmteste Bauwerk des Historismus und der Inbegriff des deutschen Idealismus. Außerdem ist es Sinnbild einer märchenhaften Ritterburg und hat Walt Disney zu seinem Logo inspiriert. Das Schloss ziert zudem unzählige Souvenirs, Postkarten und Puzzles.

Und warum lohnt ein Besuch von Schloss Neuschwanstein?

Es ist ein in Stein gemeißelter Traum seines Bauherren, König Ludwig II. von Bayern. Ästhetik, Pracht und Details erinnern an ein opulentes Bühnenbild. Schon von Außen ist das Schloss einzigartig. Aber die Innenräume werden euch den Atem nehmen. Was hier über 24 Jahre Bauzeit geschaffen wurde, sucht weltweit seinesgleichen. Was aber kaum einer weiß: So romantisch der Eindruck so modern für die damalige Zeit war die verbaute Technik.

Wie alles begann …

der Mythos eines Schlosses und seines exzentrischen Bauherren.

Es heißt, Ludwig II. habe sich zeitlebens in Rivalität zu seinem Vater Maximilian I. von Bayern befunden. Dass er sein eigenes Traumschloss nur in Luftlinie zu Schloss Hohenschwangau baute, lässt darauf deuten. Denn das Schloss Hohenschwangau ließ sein Vater ausbauen und dort wuchs Ludwig auf. Sein eigenes Schloss sollte größer und prunkvoller werden als das seines Vaters. Letztlich wurde es rund viermal so groß. Kaum zwei Jahre nachdem Ludwig II. König wurde, besiegte Preußen Bayern, sodass er ab 1866 nur noch konstitutioneller Monarch war. Seitdem konzentrierte er sich nur noch auf die Pläne seiner Schlösser. Inspiriert von der Wartburg und dem französischen Schloss Pierrefonds, begannen die Arbeiten 1866. Zunächst mussten an der Stelle, an der das Plateau entstehen sollte, zwei alte Burgen gesprengt werden. Es waren mit 200 Höhenmetern schwierige und langwierige Arbeiten. Erst 1869 wurde die Straße zur Baustelle fertig. Als 1872 der Rohbau des Vorbaus fertig war, zog Ludwig II. ein, um die weitere Entstehung beobachten und dirigieren zu können. Ursprünglich sollte der Bau 3 Jahre dauern. Es wurden aber 24 Jahre. Bis zum Tode von Ludwig II. 1886 fertigte man mehr als 2000 Pläne an und es starben 40 Arbeiter auf der Baustelle. Verbaut wurden unter anderem 465 Tonnen reiner Marmor. Fertiggestellt aber wurde der Bau nie. Nach Ludwigs Tod vollendete die Bayerische Regierung bis 1892 nur noch die letzten Baumaßnahmen. Direkt danach wurde es für Besucher geöffnet, um durch Eintrittsgelder die Staatsausgaben wieder reinzuholen.

Der Mythos des Königs Ludwig II.

Ludwig II. aus dem Hause Wittelsbach galt zeitlebens als ein undurchschaubarer und verträumter Monarch. Seine Fantasien, Vorstellungen und Wünsche, die er in seine Bauten einfließen ließ, faszinieren noch Heute. Jährlich strömen Millionen von Menschen zu den vom „Kini“ erbauten Schlössern Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee. „Ludwigs Schlösser sind Ikonen der Neuzeit, und ihr Schöpfer ist ein Mythos“, sagt der Biograf und Buchautor Oliver Hilmes. Spätestens sein mysteriöser Tod im Starnberger See befeuerte das noch weiter.

Was kann man im Schloss Neuschwanstein besichtigen?

Derzeit finden in verschiedenen Räumen Restaurierungen statt. Laut Schlösserverwaltung sind noch bis zum Sommer 2023 Schlafzimmer, Ankleidezimmer, Wohnzimmer und Grotte für Besichtigungen geschlossen. Andere Räume, wie Sängersaal, Thronsaal sind fertig restauriert und wieder zu besichtigen.

Des Königs Traumwelt – Schloss Neuschwanstein als Sehnsuchtsort

Auf einem schmalen Bergrücken ließ der Bayerische König Ludwig II. aus der Wittelsbacher Dynastie sein Traumschloss errichten. Dabei wurde es nicht für die Öffentlichkeit und auch nicht für Gäste geplant, sondern einzig für ihn. Hier verwirklichte er seine poetische Welt des Mittelalters. Inspirieren ließ er sich zudem von den Opern seines Freundes, dem Komponisten Richard Wagner.

Außen Mittelalter und innen auf der Höhe der Zeit

Mit weißem Kalkstein ließ Ludwig II. den rohen Backstein seines Schlosses Neuschwanstein verkleiden. Mit einer theatralischen Wirkung, sichtbar schon von Weitem. Ganze 20 Türme und Türmchen, von denen der Höchste 65 Meter misst, zieren das Gebäude. Doch obgleich die Architektur wie eine mittelalterliche Raubritterburg anmuten sollte, wurde das Innere mit modernster Technik ausgestattet. Für die Zeit um 1886 äußerst fortschrittlich waren:

  • große Fensterscheiben,
  • eine Toilettenspülung,
  • eine Zentralheizung für mehrere Stockwerke,
  • fließendes Wasser und Strom,
  • ein Haustelefon
  • sowie die Verwendung von Stahlträgern für die Deckenkonstruktion.

Gibt es viel Kunst im Schloss Neuschwanstein zu sehen?

Ludwig II. von Bayern schwärmte von mittelalterlichen Sagen, dem Gralsmythos und der Schwanenrittersage. Entsprechend ließ er diese Themen in der Ausgestaltung der Räume mit einfließen. In den Wandbildern des Schlosses werden Geschichten um Liebe, Schuld, Buße und Erlösung thematisiert. Drei Figuren sind von zentraler Bedeutung: der Dichter Tannhäuser, der Schwanenritter Lohengrin und dessen Vater, der Gralskönig Parzival (Parsifal). Ein anderes Leitmotiv der Ausstattung ist der Schwan. Der Schwan war das Wappentier der Grafen von Schwangau, als deren Nachfolger sich der König sah. Er ist aber zugleich das christliche Symbol der "Reinheit", nach der Ludwig strebte. Religiöse und politische Vorstellungen spielten ebenfalls in die Planung der Burg hinein.


Quelle: Bayerische Schlösserverwaltung | www.neuschwanstein.de

Was sollte man unbedingt im Schloss Neuschwanstein sehen?

Viele Räume wurden nach dem Tod des Königs nicht mehr eingerichtet. Als absolut beeindruckend gilt aber der Sängersaal mit den Wandmalereien und den riesigen goldenen Kronleuchtern. Auch der Thronsaal (frisch renoviert) ist äußerst imposant. Er wurde über zwei Stockwerke gebaut und ist 13 Meter hoch. Bei den königlichen Gemächern zählt besonders das Schlafzimmer als Juwel. Mit einem großen Prunkbett, dessen Holzschnitzarbeiten vier Jahre lang andauerten. Vom Schlafzimmer geht es in eine künstliche Grotte mit farbiger Beleuchtung. Zu jener Zeit Ludwig des II. gab es zudem darin einen Wasserfall und einen künstlichen Mond. Erstmals seit 130 Jahren werden allerdings derzeit die Räume restauriert. So sind laut Schlösserverwaltung Schlafzimmer, Ankleidezimmer, Wohnzimmer und Grotte für Besichtigungen erst ab Sommer 2023 wieder geöffnet.

Praktische Besuchertipps für Schloss Neuschwanstein

Das Schloss Neuschwanstein steht im Allgäu auf einer Berghöhe von circa 1000 Metern. Das Schloss liegt oberhalb des Ortes Hohenschwangau. Eure letzte Parkmöglichkeit ist daher auch im Ort Hohenschwangau. (Navigationseingabe: Alpseestraße) Unterhalb des Schlosses gibt es einen großen Parkplatz. Mit vielen Millionen Besuchern pro Jahr ist alles bestens organisiert. Ihr könnt das Schloss zu Fuß, per Kutsche oder mit einem Shuttle-Bus erreichen:

  • Zu Fuß sind es ab dem Ticket Shop circa 40 Minuten.
     
  • Per Shuttle-Bus vom Alpseeparkplatz P4 bis zum Aussichtspunkt „Jugend“/Marienbrücke, wo man noch circa 15 Minuten steil bergab laufen muss.
    Im Sommer pendelt der Bus alle 20 Minuten zwischen 8 und 8.45 Uhr.
    Im Winter zwischen 9 und 17 Uhr.
    Der Preis von 3,50 € (Berg- und Talfahrt) wird direkt im Bus bezahlt.
     
  • Ein Kutschen-Service ist die romantischste Art, zum Schloss zu fahren.
    Abfahrt ist gegenüber vom Hotel Müller. Oben angekommen fährt die Kutsche aber auch nicht direkt bis zum Eingang. Ihr müsst noch 15 Minuten bergauf laufen.
    Die Fahrt dauert 20 Minuten und kostet Bergfahrt 7 Euro / Talfahrt 3,50 Euro.
    Man kann die Kutschfahrt nicht vorab reservieren und zahlt beim Kutscher.

Ähnliche Möglichkeiten gibt es übrigens auch für den Besuch des Schlosses Hohenschwangau. Das befindet sich in Luftlinie zum Schloss Neuschwanstein.

Komme ich auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hohenschwangau?

Natürlich! Mit dem Zug geht es über München nach Füssen. München ist circa 120 km entfernt. Vom Bahnhof in Füssen nehmt ihr den Bus 73 oder 78 zur Haltestelle Hohenschwangau Schloss Neuschwanstein. Weitere Infos und Fahrplan auf www.dbregiobus-bayern.de

Wo buche ich Tickets für einen Besuch?

Ganz wichtig: Das Schloss Neuschwanstein kann nur mit einer Führung besichtigt werden. Wollt ihr die Tickets direkt am Tag beim Ticket Center kaufen, müsst ihr extrem früh dran sein. Und euch auf Wartezeiten einstellen. Spontan sein ist nicht bei dem Touristenaufkommen. Kann sein, dass ihr dran seid und alle Tickets für den Tag sind verkauft.  Besser ist, die Tickets vorab Online beim Ticket Center Hohenschwangau zu buchen. Der Ticketpreis liegt mit Führung ab 47 Euro. (Unter 18 Jahren: 22 Euro) Tickets sind immer nur für denselben Monat buchbar! (Quelle: www.hohenschwangau.de)

Ticket buchen

Wann ist die beste Zeit für ein Besuch im Schloss Neuschwanstein?

Wie bei allen Sehenswürdigkeiten, die jährlich Millionen Touristen besuchen, ist das schwer zu sagen. Während des ganzen Jahres ist der Andrang groß. 

 

Unser Tipp:

Generell ist es immer besser, früh morgens oder am späten Nachmittag zu kommen. Dann, wenn die meisten anderen Touristen schon weg sind.

Bisweilen muss man mit Wartezeiten von mehreren Stunden am Shuttle-Bus oder bei der Kutsche rechnen. Auf jeden Fall die Tickets vorher Online kaufen, um weitere Wartezeiten am Ticket Center zu vermeiden.

Aktivitäten rund um die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau

Das Allgäu hat natürlich noch einiges mehr zu bieten als nur die beiden Traumschlösser. Wer schon da ist, macht sicher in der Gegend Urlaub oder nur einen Tagesausflug von München aus. Doch wir empfehlen unbedingt, länger zu bleiben und nicht nur wegen der Schlösser zu kommen. Jeder Quadratmeter im Allgäu ist ein Urlaub wert. Es gibt so viel zu erleben.

  • Das Allgäu lässt sich überall erwandern. Die berühmte Pöllatschlucht und der Alpsee nahe des Schlosses Neuschwanstein sind eine Wanderung wert. Gemütliche Rundwanderwege zum Spaziergang wie der Drei-Schlösser-Weg gibt es zahlreich. Aber auch anstrengendere Touren zu Berggipfeln wie die Königsrunde am Tegelberg. Mehr Ideen unter: www.schwangau.de
  • In Pfronten kann man gemütlich mit Alpakas wandern. Die sanft-scheuen Tiere sorgen automatisch für Entspannung. Ein tierisch-schönes Erlebnis. www.allgaeu-alpaka.de
  • Neben dem idyllischen Alpsee gibt es noch andere schöne Badeseen zum Schwimmen. So zum Beispiel der Hopfensee und Weißensee. Vom Hopfensee aus hat man einen tollen Blick hinüber zum Schloss Neuschwanstein.
  • Radfahrer und Moutainbiker finden ein großes Wegenetz vor. Der ADFC hat das Allgäu als die beliebteste Radregion Deutschlands ausgezeichnet. Radtouren sind für jede Kondition und in unterschiedlichen Landschaftstypen möglich. Mountainbiker bewegen sich in Höhenlagen zwischen 800 und 1500 Metern vorwiegend auf Forst- und Alpwegen.
  • Das Honigdorf Seeg ist für feinsten Allgäuer Honig bekannt. Eine Erlebnisimkerei mit Schaubienenhaus auf knapp 220 qm und Bienenrundweg sind sehr informativ.
  • Tradition im Allgäu, das bedeutet Brauchtum und Feste, Kulinarik und Kultur. Feste gibt es während des ganzen Jahres. Aktuell ist immer der Veranstaltungskalender.
  • Außerdem gibt es noch immer Käsemanufakturen, die einen Ausflug lohnen. Zum Beispiel „Die Käsemädls“ in Kempten oder im Hofgut Ratzenberg in Lindenberg im Landkreis Lindau kann in einem Seminar handgemachter Käse selbst hergestellt werden.

Euer Hoteltipp für einen Besuch von Schloss Neuschwanstein

Blaue Burg
Falkenstein

Füssen und Hohenschwangau sind schöne Orte im Allgäu. Aber die Nähe zu den berühmten Schlössern machen sie auch schnell überfüllt. In den Sommermonaten ist hier sehr viel los. Wer für seinen Besuch des Schlosses nicht weit weg sein möchte, aber dennoch einwenig Ruhe sucht, der ist bei uns genau richtig.

 

high cooking.
lovely rooming.

In unserem Mountain Hideaway, dem Boutique-Hotel Blaue Burg, erwarten euch viel Himmel, Ruhe und ein grenzenloses Panorama. Und euer Blick darf jederzeit in die Ferne zum Schloss Neuschwanstein schweifen. Unser kleines Hotel mit 17 exklusiven, individuell eingerichteten Zimmern & Suiten liegt auf dem Berg Falkenstein. Direkt unterhalb der Ruine Falkenstein. Genau an dem Platz, an dem Ludwig II. sein zweites Schloss Neuschwanstein errichten lassen wollte. Mehr Infos dazu findet ihr in unserem Blog „Burgruine Falkenstein“.  Auch ein Genuss-Stop lohnt sich bei uns auf dem Berg. Zwei Restaurants und ein Food-Container, die von Sternekoch Simon Schlachter geleitet werden:
 

  • Take-away für den schnellen Gast. Leckere, hausgemachte Snacks, Warmes und Erfrischungen für die Pause auf der Aussichtsterrasse. Für Wanderer, Aussichtshungrige und alle, die mal Durchatmen wollen.
     
  • Alpine Cuisine im Restaurant 1250. Mittags und abends anspruchsvolle Küche mit Produkten der Region und Allgäuer Klassikern modern interpretiert. Gemütlich und mit tollen Weinen plus mega Aussicht.
     
  • High Cuisine im Sterne-Restaurant Pavo. 18 Kleinigkeiten in 6 Gängen im Sharing-Prinzip. Ein entspanntes, unterhaltsames und genussreiches Erlebnis für mehrere Stunden.
Suite

Schlossblick

R7
Zimmer

Die 8

R8
Suite

Talblick

R9
Suite

Vogelnest

R10
Zimmer

Casablanca

R11
Zimmer

Luitpoldsjagd

R12
Zimmer

Morgenschläfer

R13
Suite

Ludwigstraum

R14
Suite

Bergluft

R15
Suite

Falkennest

R16
Suite

Die 17

R17
Suite

Burgkristall

R1
Suite

Alpenglück

R2
Suite

Hochzeit

R3
Suite

Gipfelstürmer

R4
Suite

Burgperle

R5
Suite

Schatzkisterl

R6

Autor